Schultersteife
22. September 2009 von AndreasSchultersteife („Frozen Shoulder“)
Die wesentlichen Ursachen und der Verlauf der Schultersteife im Überblick:
Wer unter der so genannten „frozen shoulder“ (deutsch: Schultersteife) leidet, bei dem ist zu Beginn der Erkrankung meist eine Sehne der Rotatorenmanschette gereizt. Diese Sehne, die in dem schmalen Bereich zwischen Schulterdach und Oberarmkopf liegt, schwillt in weiterer Folge an – Ein Impingment (eine Einklemmung) als die wesentlichste Ursache der Erkrankung hat sich gebildet. Alternativ zum Impingment kann es auch zu einer Entzündung der Gelenkschleimhaut als Auslöser der „frozen shoulder“ kommen, auch ein schlechter Fettstoffwechel oder Probleme mit dem Blutzucker kommen in Frage.
Zu Beginn der Erkrankung schränken Schmerzen die Bewegung im betroffenen Schultergelenk immer mehr ein. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung beginnt ein Schrumpfungsprozess der Gelenkkapsel des Schultergelenkes, die Bewegungsmöglichkeiten der Schulter werden dadurch noch mehr eingeschränkt.
In der nächsten Phase tritt dann der paradoxe Effekt ein, dass die Schmerzen geringer werden. Dies ist jedoch keine positive Nachricht, sondern wird von einer weiterhin zunehmenden Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten in Arm und Schulter begleitet. Am Ende der Krankheit ist die Schulter wie festgefroren, selbst passive Bewegungen fallen den Erkrankten sehr schwer.
Möglichkeiten der Therapie:
Schulmedizinisch betrachtet gibt es mehrere Möglichkeiten der Heilung bei Schultersteife. ‘Da die meisten Patienten zu Beginn der Erkrankung unter sehr starken Schmerzen leiden, beginnt man oft mit der Therapie dieser Schmerzen. Dadurch lösen bereits erste Verspannungen der betroffenen Muskulatur. Später folgen dann Massagen, Wärmebehandlung und Heilgymnastik. Nützen diese Ansätze gar nicht und kommt es durch die physikalische Therapie zu keiner Besserung, dann kann auch operiert werden. In einer OP durchtrennt der Chirurg die verkleinerte Gelenkkapsel und entfernt die entzündete Gelenkschleimhaut.
Je früher man den Arzt aufsucht, desto besser. Wer bei den ersten Symptomen bereits mit der Behandlung beginnt, hat deutlich bessere Chancen auf Heilung, als Patienten, die erst zum Arzt gehen, wenn sie unter sehr starken Schmerzen leiden.
Alternative Heilmethoden:
Auch unter den alternativen Heilmethoden gibt es mehrere Techniken, die sich sehr gut eignen die „frozen sholder“ zu behandeln. Feldenkrais, Energiearbeit, Homöopathie und Akupunktur können sehr gut helfen diese Krankheit zu besiegen und sind deutlich weniger aufwändig als eine Operation. Wer vor der Frage steht ob er eine OP durchzuführen, der sollte sich deshalb zunächst um sanfte oder alternative Methoden kümmern. Denn die Naturmedizin ist ist alles andere als Hokuspokus und es ist wenig sinnvoll diese Abteilung mit anderen Teilbereichen der Esoterik (Geisterbeschwörung, Jenseitskontakte…) in einen Topf zu werfen.