Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Dauerhaft und gesund abnehmen

Mittwoch, 22. Juli 2009

Fast täglich sehen wir im Fernsehen oder in Zeitschriften die gutaussehenden und schlanken Schauspieler und Models. Da entsteht schnell der Wunsch selbst auch eine so tolle Figur zu haben und fit und vital zu erscheinen. Doch so einfach ist es nicht, fit, schlank und gesund zu sein. Neben einem niedrigen Gewicht gehört auch ein durchtrainierter Körper zu einer guten Figur.

Diät richtig angehen

Fast die Hälfte aller Bundesbürger kämpft mit dem Gewicht und möchte abnehmen. Dazu werden viele Diäten durchgeführt doch leider fehlt vielen das Durchhaltevermögen bis zu Ende auf vieles zu verzichten. Hat man endlich abgenommen kann es passieren, dass man schnell wieder an Gewicht zunimmt. Gesund abnehmen und dauerhaft das Gewicht halten setzt eine gesunde Ernährung voraus, die nicht zu stark die gewohnte Ernährung einschränkt. Zu einer gesunden Ernährung gehören vor allem viel Gemüse, Salat und Obst. Dazu sollten sie mageres Eiweiß essen, Fleisch, Fisch, Milchprodukte oder Soja. Die Mahlzeiten sollten fettarm und ohne Zucker zubereitet werden. Mit dieser Ernährung können Sie sich satt essen und abnehmen.


Kalorien ausrechnen

Bevor man mit dem abnehmen beginnen möchte, sollte man ungefähr wissen, wie viel man abnehmen möchte und wie hoch ungefähr der eigene Kalorienverbrauch pro Tag ist. Dieser Kalorienbedarf pro Tag sollte man nicht zu stark einschränken, etwa 500 Kalorien pro Tag weniger führen ungefähr zu einem Pfund Gewichtsverlust pro Woche. Mit einem Kalorienrechner kann man ausrechen, wie viel Kalorien am Tag verwendet werden. Dazu sollte man täglich die Nahrungsmenge, die gegessen wird, aufschreiben und die Kalorien ausrechnen.

Mit Sport unterstützen

Zusätzlich kann man den Kalorienbedarf mit Sport erhöhen. Egal welchen Sport Sie betreiben, Sie verbrauchen zusätzlich Kalorien. Intensive Sportarten wie Joggen, Fußball oder Schwimmen haben einen hohen Kalorienverbrauch. Sie können mit einer Stunde Sport 300 – 500 Kalorien je nach Körpergewicht und Anstrengung verbrauchen. Wenn sie täglich Sport treiben können Sie ein Pfund Gewicht zusätzlich in der Woche abnehmen.

Wer den Jojo-Effekt vermeiden und nachhaltig abnehmen möchte, der gönnt sich zwischendurch kleine Genüsse. So entsteht kein Heißhunger und man nimmt trotz einiger zusätzlicher Kalorien so erfolgreicher ab.

Richtige Ziele unterstützen das gesunde Abnehmen

Richtige Ernährung und Bewegung sind ausschlaggebend dafür, gesund abzunehmen. Doch bis aus guten Vorsätzen feste Gewohnheiten werden, vergeht einige Zeit und Mühe. Wesentlich dafür, sich auch langfristig motivieren zu können, sind individuell passende Zielmotivationen, also Antworten auf die innere Frage: “Warum möchte ich überhaupt abnehmen?”. Scheint die Motivation einfach einem von außen übernommenem Schönheitsideal zu erwachsen oder den Anforderungen eines mäkelnden Partners, so wird es schwierig sein, sich aufzuraffen. Ist es hingegen der sehnliche Wunsch, sich endlich wieder schmerzfrei bewegen zu können oder einfach stolz darauf sein zu können, etwas wertvolles aus eigener Kraft geschafft zu haben, können einfacher und dauerhafter innere Kräfte mobilisiert werden. Gesund abnehmen kann so auch der eigenen Persönlichkeitsentwicklung Rückenwind geben.

Fastenkur zum Abnehmen?

Bei einer Fastenkur verzichtet man für ca. 1 Woche gezielt auf Nahrung, um den Körper zu entschlacken und sich selbst eine innere Einkehr zu ermöglichen. Gerne wird eine Fastenkur auch dazu angewendet, um das Gewicht zu reduzieren. Dies ist jedoch nicht ganz problemlos. Zum einen hat es ja seinen Grund, warum sich im Laufe der Jahre Fettpölsterchen angesammelt haben, sodass man sich entweder zu wenig bewegt, oder zu viele Kalorien zu sich nimmt. Nach der Fastenkur wird man also zwangsläufig wieder zunehmen, vielleicht sogar Heißhunger entwickeln (Jojo-Effekt). Andererseits kann eine richtig vorbereitete und mit der richtigen Einstellung um Körper durchgeführte Fastenkur ein guter Start in eine gesunde Ernährung sein. Durch die Zeit des Nahrungsverzichts haben viele Menschen auch nach dem Fasten ein besonderes Bewusstsein für Nahrung, auch dem einfachsten Nahrungsmittel, wie einem Apfel oder trockenem Reis wird Beachtung geschenkt, er wird langsam gegessen. Mündet dieses Bewusstsein in ein dauerhaft geändertes Ernährungsverhalten, so kann eine Fastenkur ein guter Auftakt dazu sein. Erst dann steigt die Wahrscheinlichkeit, auch dauerhaft gesund abnehmen zu können, das erlangte Gewicht dann auch zu halten.


Schlafen Sie gut?

Freitag, 12. Juni 2009

Interessante Workshops für Menschen mit Schlafstörungen bietet die Hannoveraner Heilpraktikerin Christine Dreyer an: Schlafschulkurse. Neben den Grundlagen der Schlafforschung gibt der Kurs einen Einblick in die Ursachen gesunden und gestörten Schlafes. Von praktischer Seite lernen die Teilnehmer unter anderem die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen eine Entspannungstechnik, die sich auch in anderen Lebensbereichen als hilfreich erweisen kann. Zu guter letzt wird das Seminar sogar von einigen Gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst.


Radfahren in Hannover – Der grüne Ring

Mittwoch, 03. Juni 2009

Neben Kursen und Seminaren, die leider meist in geschlossenen Räumen stattfinden, ist es ja auch mal schön, an der frischen Luft etwas für die Gesundheit zu tun. Eine Bereicherung, die mir in der vorigen Woche begegnet ist, möchte ich mit Euch teilen.

Seit einiger Zeit habe ich schon Lust, den rings um Hannover laufenden grünen Ring abzufahren. Es ist ja eine Schande, dass so ein Parcour im vorigen Sommer bereits seinen 10. Geburtstag feierte, und ich ihn noch keiner Tour gewürdigt habe. Das mag auch an meinem mäßigen Orientierungssinn liegen, denn bei meinen bisherigen beschilderten Touren z.B. ans Steinhuder Meer oder nach Springe hörten die Schilder zumindest für mich ;-) einfach irgendwann auf, sodass ich dann mehr schlecht als recht der Nase nach weiter gefahren bin.

Trackspace

Doch beim Grünen Ring sollte mir das nicht passieren, denn es gibt etwas Neues für technikbegeisterte Navi-Stokel wie mich: Trackspace. Der Ablauf ist folgender: Man schnappt sich eine bereits aufgezeichnete Radtour im .gpx Format, die man z.B. hier kostenlos runterladen kann. Dann importiert man diese Datei in das Trackspace-Profil und überträgt sie auf ein halbwegs modernes Handy. Sollte dieses direkt mit einem GPS-Empfänger ausgestattet sein, so kann es einfach losgehen: Die Landkarte wird automatisch passend zur Route geladen, sodass es leicht fällt, auf der Spur zu bleiben. Für alle Handies ohne eingebautes GPS gibt es sogenannte GPS-Mäuse, also kleine Boxen, die man über eine Funkverbindung mit dem Handy koppeln kann. Für Menschen, die regelmäßig auf Radtouren mit dem Handy begleitet sein möchten, ist Trackspace vielleicht eine gute Gelegenheit, ein neues Handy zu kaufen.


Mit dem Handy unterwegs

Trackspace in Aktion

Trackspace in Aktion

So fuhr ich also technisch bestens ausgestattet los und startete den Grünen Ring in Laatzen. Die Bedienung des Programms war erst ein wenig ungewohnt, sodass ich einige Male vom Rad absteigen musste, um die Ansicht zu wechseln und durch die Menüpunkt zu navigieren. Auch wäre wohl eine Fahrradhalterung ganz praktisch, um das Handy nicht immer wieder aus der Hosentasche fummeln zu müssen. Nach kurzer Zeit wurde die Bedienung immer intuitiver, sodass ich mich bei Unklarheiten in der Wegstrecke recht schnell wieder aufgleisen konnte.

Trackspace ist mehr als Navigation

Doch die Navigationshilfe ist nur ein Nebenprodukt von Trackspace: Eigentlich ist das Portal eine “social Community”, in der sich Fahrradbegeisterte verabreden und ihre Lieblingsstrecken austauschen und kommentieren können. Auch gibt es ein Forum, in dem seit ein paar Monaten schon gut was los ist. Z.B. überlegen dort Mitglieder, ob nicht auch eine iPhone-Anwendung mit eingebundener Google-Maps Unterstützung Sinn machen würde. Ein anderer, technisch versierter Teilnehmer hat sogar eine Möglichkeit gefunden, den Routen Richtungshinweise zu geben, sodass eine kleine Navi-Funktion möglich wird, bei der das Handy vielleicht sogar in der Hosentasche bleiben kann. Dafür, dass Trackspace erst im vorigen Jahr gestartet ist, ist die Seite mit all ihren Funktionen innovativ und ausgereift. Vor allem besticht die Kombination aus Internetportal und Handysoftware, die im Gegensatz zu Nokias Sportstracker lebendigst weiter entwickelt wird.

Der Grüne Ring in Hannover

Der Grüne Ring in Hannover

Bleibt noch zu sagen, dass ich mit zwei Pausen (die erste in der Isernhagener Feldmark eine halbe Stunde in der Sonne schlafend auf einer Bank, die zweite in einem lockenden Biergarten in Langenhagen) gut und ausgelastet zu Hause angekommen bin und ohne die technische Unterstützung tatsächlich das ein oder andere Mal vom Weg abgekommen wäre. Eigentlich ist die Strecke recht gut markiert (es sind sogar an Pfosten, Bordsteinkanten und Gebäuden blaue Markierungen angebracht), aber gerade wenn wieder ein etwas städtischerer Abschnitt kam, wurden die Abzweigungen schonmal zweideutig und ein Blick aufs Handydisplay wurde notwendig. Im Unterschied zu meinen vorigen beschilderten Touren konnte ich diesmal all die liebevoll ausgewählten Wege und Landschaften genießen und freue mich auf meine nächste technisch unterstützte Tour. Gespannt bin ich auf die Weiterentwicklung der Software und weitere interessante Strecken im GPX-Format, die mir noch begegnen mögen.


Alternativmedizin in der Krankenkasse?

Mittwoch, 27. Mai 2009

Interessante Nachrichten gibts aus der Schweiz: Am 17.5. stimmten über eine Millionen Schweizer in einem Volksentscheid für die Übernahme von Kosten aus komplementärmedizinischen Behandlungsverfahren, das sind zwei Drittel aller Stimmenden. Bislang war eine Zusatzversicherung notwendig, um die Kosten erstattet zu bekommen. Berücksichtigt werden sollen vor allem ärztliche Behandlungsmethoden wie die klassische Homöopathie, anthroposophische Medizin und die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Ob auch weitere alternative Behandlungsverfahren wie Reiki Berücksichtigung finden werden, liegt in der Hand des Parlaments und wird sich zeigen.

In Deutschland ist es recht schwierig, die richtige Krankenkasse passend zu den eigenen Bedürfnissen zu finden. Ein erster Schritt kann sein, interessant erscheinende Krankenkassen auf einer Vergleichsseite anzuschauen, eine erste Filterung vorzunehmen. Einige der engeren Kandidaten können recht schnell über ihre Internetseite auf Herz und Nieren geprüft werden. Die geeignetste Krankenkasse sollte dann telefonisch befragt, bzw. über externe Berater konsultiert werden.


Erdung und Flow

Dienstag, 12. Mai 2009

Der Begriff Erdung kommt eigentlich aus der Elektrotechnik, ist jedoch in den allgemeinen Sprachgebrauch gewandert, um eine situationsangemessene Bezogenheit aufs Wesentliche auszudrücken. Das selbe Bild findet sich im Begriff der Bodenständigkeit und auch im Abgehobensein.

Das Bewusstsein – Eine relativ moderne, doch leider noch im Experimentalstadium befindliche Errungenschaft der Evolution. Zumindest erscheint es manchmal so: Es ermöglicht uns einerseits, die Aufmerksamkeit auf Dinge zu richten, die sich zu dieser Zeit gar nicht an diesem Ort befinden. Es erlaubt uns, die Gedanken schweifen zu lassen, uns auf etwas zu freuen zu träumen…


Andererseits kam mit dem Bewusstsein auch Sorge, Befürchtung und Enttäuschung über Dinge, die vielleicht niemals eintreten werden. Oder das Bewusstsein verselbstständigt sich sogar und verdichtet sich zu einem Mahlwerk obsessiver Gedanken…

Der Hypnotherapeut Stephen Wolinsky sagte sogar, dass unser ganzer Alltag eine einzige Aneinanderkettung von Trancezuständen ist, in dem unser Bewusstsein von der Erinnerung zur Planung, von der Versunkenheit in die Sorge und vom Phantasieren zum Konstruieren springt – doch nur selten wirklich in der Gegenwart ist.

Der einzige Ort, an dem sich unser Körper befinden kann, ist die Gegenwart. Soll unser Bewusstsein also über das simple Gebrauchen des Körpers als Werkzeug hinaus gehen, muss es sich ebenfalls in der Gegenwart befinden. Ist das Bewusstsein nun im Körper verankert, und handelt dabei situationsangemessen und entscheidungsfreudig, so sind wir dem Zustand der Erdung schon recht nahe.

Das Maximum an Geerdet-sein wird auch “Flow” genannt, ein völliges Aufgehen in der augenblicklichen Handlung. Flow stellt sich ein, wenn wir dem eigentlichen Handlungsablauf keine Aufmerksamkeit mehr schenken müssen, weil wir gut darin geübt sind. Z.B. wird sich Flow-erleben beim Klavierspielen erst einstellen, wenn wir es perfekt beherrschen, uns keine Gedanken mehr über die Fingerhaltung mehr machen müssen. Jedoch ist mit Flow kein mechanisches Abspulen von Handlungsroutinen gemeint, sondern ein beteiligt sein der ganzen Person.

Eine guter Weg in die Erdung sind Achtsamkeitsübungen. Achtsamkeit ist ein Zustand schwebender Aufmerksamkeit, in der das Bewusstsein nicht auf einen einzelnen Gegenstand konzentriert ist, sondern in intensiver Weise all das einschließt, das in diesem Augenblick geschieht. Eine schöne Achtsamkeitsübung stellt Bernd Franzen in seinem Blog vor:

Eine Übung kann z.B. sein sich hinzusetzen, die Augen zu schließen und mit dem Körper Kontakt aufzunehmen. Spüren wo der Körper den Boden oder Stuhl berührt, wo die Hände sind, die Füsse. Spüren wo die Kleider den Körper berühren. Zwei, drei Minuten mit dieser Übung sollte schon reichen.

Nach einer solchen Übung sind sich Kopf und Körper ein ganzes Stück näher gekommen, ein Gefühl des Erfrischtseins macht sich breit. Einmal gespürt, worum es geht, kann dieser angenehme Zustand auf alle möglichen Handlungen des Alltags (so auch auf die 5-Minuten-Pause im Büro) übertragen werden – besonders anfangs liegt hier in der Ruhe die Kraft. Es ist eine ganz neue Erfahrung, in vollem Gewahrsein die Wäsche aufzuhängen und macht Lust auf mehr. Mit etwas Übung kommt man dann aus jeder Tätigkeit heraus, egal mit welchen Kleidern, egal in welcher Gesellschaft in diesen angenehmen Zustand.


Bücher

Montag, 11. Mai 2009

Neben der Teilnahme an Kursen und Seminaren ist es wohl auch wichtig, sich autodidaktisch fortzubilden. Als Wissensdurstige des neuen Jahrtausends recherchieren wir natürlich zuerst… richtig: Im Internet. Doch immer wieder und immer schneller gelangt man zu der Einsicht, dass die im Internet verfügbaren Quellen selten eine ausreichende Tiefe haben, recht subjektiv verfasst sind oder später nicht mehr zu finden sind. Dann ist es eine tolle Sache, ein Fachbuch aufzuschlagen und sich einfach aufs Wesentliche konzentrieren zu können: Die Aufnahme von Wissen.

Eine richtige Perle unter den Verlagen ist der Michaels Verlag. In den über 25 Jahren seines Bestehens hat er eine schöne Auswahl an Bücher aus dem Bereich Gesundheit / Lebenshilfe verlegt. Sei es sein ausgesuchtes Reiki Programm, mit den beiden Kinder Reiki Büchern oder Bücher wie: Es geht auch ohne Ritalin, das Buch: organisches Germanium oder auch das Buch: Der Wunderheiler über die Arbeit eines bras. Heilers. Bekannt sind seine Bücher wie: Wasser und Salz, Lisa und ihre Stowis, ihre Bücher über Aloe Vera, Noni und die Heilkraft der Zitrone. Der Michaels Verlag hat sich einen besonderen Namen verdient mit Büchern wie: Mobilfunk – die verkaufte Gesundheit, Im Netz der Frequenzen und dem Buch: Das HAARP Projekt. Titel wie seien 2 Bücher über Borreliose runden sein Programm ab. Weit im wissenschaft. Bereich bekannt ist er mit seinen Original Nikola Tesla Werken. Seit kurzem gibt es 3000 CDs mit über 30.000 Hörproben.

Wenn Du also mal wieder nichts findest im Internet – Dann lern mal wieder analog!

Hast Du Dich über das Buch Deiner Wahl in das Thema eingelesen, kann es zum Einkauf der benötigten Utensilien dann ebenfalls offline weiter gehen, oder auch im Internet. Zum Beispiel finden sich Onlineshops zu allen möglichen Nahrungsergänzungsmitteln oder auch Pflegeprodukten mit Aloe Vera und weiteren natürlichen Inhaltsstoffen. Zum Glück gibt es mittlerweile in allen Bereichen im Wellness- und Gesundheitsbereich ein umfangreiches Onlinesortiment, sodass kaum Wünsche offen bleiben.


Wellness – Ein schillernder Begriff

Samstag, 09. Mai 2009
120x120_verwöhnen

Ein erster Blick in den Wikipedia-Artikel gibt nicht viel dazu her, er scheint eher stiefmütterlich behandelt worden zu sein. Immerhin erfahren wir, dass der Begriff seine Wurzeln im 15. Jahrhundert als “wealnesse” hat, was als gute Gesundheit zu verstehen ist. Wir lesen weiter von einem Lebensstil-Konzept, der Werbeindustrie und etwas Esoterik, das war es auch bereits. Auch dieser Artikel kann nur aus einer subjektiven Nische heraus beschreiben, was mit Wellness gemeint, oder auch nicht gemeint sein könnte.

Ein Blick in die Supermärkte bestätigt den Hinweis auf die Werbeindustrie. Erfrischungsgetränke mit Grüntee-Extrakten stehen neben dem Tchibostand mit Ying-Yang-Sets aus Seegurken-Schubbel-Schwämmen und duftender Seife. Das große Regal mit den Nahrungsergänzungsmitteln lässt darauf schließen, dass es sich um gern gekaufte Produkte handeln mag. Ob diese nun in versprochener Weise wirksam sein mögen, steht auf einem anderen Blatt, vermutlich wären die Produkte bei messbarer Wirksamkeit auch den Apotheken vorbehalten. So steckt die Nahrungs-Wellness also eingeklemmt in der Nische zwischen Öko-Food und Medikamenten und muss dann halt mit Marketing glänzen.


Auch die Esoterik ist auf den Wellness-Zug aufgesprungen. Ehemals eine Geheimlehre, die nur wenigen auserwählten, besser gesagt anstrengungsbereiten zugänglich war, ist sie nun in aller Munde und soll den kirchenmüden und stressgeplagten Massen eine an- und abschaltbare Erlösung bringen.

Hier ist die Nische nicht so klar auszumachen. Neben Workshopangeboten finden sich Lebensberatungsangebote, die, so wird auf den Flyern geflissentlich hingewiesen, keinen Arzt oder Psychotherapeuten ersetzen. Dieser Hinweis würde vielleicht fehlen, wenn da nicht die Angst vor dem Kadi, oder den noch viel unangenehmeren weil abmahnfreudigen Wadenbeißer-Advokaten wäre. War die Esoterik noch vor wenigen Jahren eher staubig bis sperrig, und deren typischer Vertreter noch auf weiten Abstand erkennbar, ist mit der Verbindung zum Wellnessbegriff der Funken auf die Allgemeinheit übergesprungen: In welchem Seminarhaus steht kein Krug mit Bergkristallwasser, das aufgrund der fröhlich gründelnden und keimenden Quarzklumpen seine zweifelhafte Energie an Wasser und Konsumenten abgibt. Neben solchen eher ungesunden Auswüchsen gilt jedoch auch hier: Wirkung wäre strafbar, so bleibt also nur der Glaube an die Beliebigkeit statt spirituellem Tiefgang.

So schimmert der Schein der Salzkristall-Lampe wohl noch eine ganze Weile weiter diffus im Raum und das Verständnis von Wellness bleibt ungeklärt, bzw. es bleibt halt das , was man aus ihm macht. Letztlich ist er ein Ausdruck unserer Kultur und Gesellschaft und ihrer Zerrissenheit zwischen paradiesischer Harmonie und Tayler´schem Fortschrittsgeist. Es bleibt wohl mal wieder dem Einzelnen überlassen, wofür er seine Energie, sprich seine Aufmerksamkeit, Zeit und Kohle investiert, um sich so zu fühlen, wie es ihm beliebt.


Das absichtslose Handeln

Sonntag, 26. April 2009

In der progressiven Muskelentspannung gelingt die Entspannung im Wesentlichen durch den Wechsel zwischen körperlicher Anspannung und Entspannung, dem Wechsel zwischen Tun und Nicht-Tun. Wird dieses Wechselspiel transzendiert und über körperliche Übungen hinaus als Lebensphilosophie verstanden, so ergibt sich etwas Neues: Das absichtslose Handeln, das im taoistisch-buddhistischen als Wu Wei bezeichnet wird. Die Verinnerlichung und methodische Anwendung dieser inneren Haltung bringt ein hohes Maß an Lebenszufriedenheit und Ausgeglichenheit mit sich.


Rituale

Dienstag, 30. Dezember 2008

Ein oft unterschätzter Faktor für Lebenszufriedenheit und Gesundheit sind Rituale. Der angemessenen Feier eines Jubiläums, des Geburtstags oder der Fassung von Vorsätzen für das neue Jahr wohnt eine besondere Kraft inne. Altes kann endgültig abgeschlossen, und neues planvoll begonnen werden. In Hermann Hesses Worten: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.