Bach-Blütentherapie

08. Juni 2009 von admin

Die Bach-Blütentherapie hat den Zweck, der Persönlichkeit eine Chance zu geben, verschiedene negative Stimmungen wie z.B. Eifersucht, Unsicherheit, Angst oder auch Charaktermängel in den Griff zu bekommen und zu einer ausgeglichenen seelischen Gesundheit zu gelangen. Basierend auf einem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit nutzt die Bach-Blütentherapie sowohl körperliche als auch psychische Symptome als Zeiger auf die vorliegende Störung. Dabei kommen natürliche Heilungsenergien von Pflanzen zum Einsatz.

Dr. Edward Bach

Entdeckt und entwickelt wurde die Bach-Blütentherapie zu Anfang des 20. Jahrhunderts vom englischen Arzt Dr. Edward Bach, einem Bakteriologen und Homöopathen.

Seine holistische Sicht auf die Gesundheit erscheint angesichts der aktuellen systemischer und komplementärmedizinischer Ansätze erstaunlich modern. Er sah eine Krankheit nicht als ein Objekt, sondern einen kranken Menschen, als System, das in seinen natürlichen Zustand seines Gleichgewichts zurück verholfen werden muss. Er sah den erkrankten Menschen nicht als Opfer externer Einwirkungen, sondern gab die Aufforderung: “Heile Dich selbst!”


Weiterhin sah er Krankheit nicht beschränkt auf körperliche Prozesse, sondern sah deren Ursache auf einer subtileren Ebene. Er ging davon aus, dass eine innere Instanz, die er nannte, eine genaue Vorstellung habe, was Gesundheit sei, und auf der Ebene der Persönlichkeit gegenläufige Gedankenmuster und Verhaltensweisen zu Erkrankungen führen.

setzte an der Schnittstelle zwischen Persönlichkeit und Seele an, an der er die Ursache der Erkrankung sah. Er definierte Krankheit jedoch…

weder als Grausamkeit noch Strafe, sondern einzig und allein als Korrektiv; ein Werkzeug, dessen sich unsere eigene Seele bedient, um uns auf unsere Fehler hinzuweisen, um uns von größeren Irrtümern zurückzuhalten, um uns daran zu hindern, mehr Schaden anzurichten – und uns auf den Weg der Wahrheit und des Lichts zurückzubringen, von dem wir nie hätten abkommen sollen.

So verbrachte Dr. Edward Bach einige Jahre seines Lebens damit, zu den verschiedenen negativen Gemütszuständen passende Pflanzen zu finden, aus denen er mittels verschiedener Techniken (Sonnenmethode oder Kochmethode) die feinstofflichen Essenzen extrahierte.

Die praktische Anwendung

Praktisch gestaltet sich die Anwendung der Bach-Blütentherapie so, dass eine fachkundige, in der Anwendung erfahrene Person (wie z.B. ein Heilpraktiker oder Apotheker) einige relevante Bach-Blüten miteinander vermischt und in ein Fläschchen füllt. Diese anwendungsfertige Tinktur kann nun in Trinkwasser aufgelöst, in Badewasser gegeben oder auch direkt unter die Zunge getropft werden.

Die Wirkung

Die Verabreichung von Bach-Blüten wirkt sich ganz unterschiedlich auf verschiedene Menschen aus. Ähnlich wie bei homöopathischen Präparaten wird eine gelegentliche Erstverschlimmerung berichtet, die in Form einer kurzfristigen Verstärkung der Symptome einhergeht, die sich jedoch rasch wieder verringert. Dies wird damit erklärt, dass vorher nicht berücksichtigte Persönlichkeitsaspekte erneut mit Lebendigkeit erfüllt, somit in ihrem disharmonischen Zustand bewusst werden und erst dann harmonisiert werden.

So hat die Bach-Blüten-Therapie stets zum Ziel, eine langfristige Korrektur von Einstellungen und Verhaltensweisen zu bewirken und darüber zu Gesundheit zu verhelfen. Nichts desto trotz kann sie auch bei akuten Problemstellungen eine Entlastung bringen.


Quellen: Mechthild Scheffer: Bach-Blütentherapie, Theorie und Praxis, 26. Auflage 1996, Heinrich Hugendubel Verlag

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