Alternativmedizin in der Krankenkasse?
Interessante Nachrichten gibts aus der Schweiz: Am 17.5. stimmten über eine Millionen Schweizer in einem Volksentscheid für die Übernahme von Kosten aus komplementärmedizinischen Behandlungsverfahren, das sind zwei Drittel aller Stimmenden. Bislang war eine Zusatzversicherung notwendig, um die Kosten erstattet zu bekommen. Berücksichtigt werden sollen vor allem ärztliche Behandlungsmethoden wie die klassische Homöopathie, anthroposophische Medizin und die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Ob auch weitere alternative Behandlungsverfahren wie Reiki Berücksichtigung finden werden, liegt in der Hand des Parlaments und wird sich zeigen.
In Deutschland ist es recht schwierig, die richtige Krankenkasse passend zu den eigenen Bedürfnissen zu finden. Ein erster Schritt kann sein, interessant erscheinende Krankenkassen auf einer Vergleichsseite anzuschauen, eine erste Filterung vorzunehmen. Einige der engeren Kandidaten können recht schnell über ihre Internetseite auf Herz und Nieren geprüft werden. Die geeignetste Krankenkasse sollte dann telefonisch befragt, bzw. über externe Berater konsultiert werden.
Was fällt den Schweizern überhaupt ein? Da wird in guter wissenschaftlicher Tradition eine Wirksamkeitsstudie nach der anderen durchgeführt, um zu einem objektiven Schluss zu kommen. Dann kommt eine schnöde Volksabstimmung, die sich darüber hinwegsetzt und sagt: “Wir wollen alternative Heilmethoden!” Dürfen die das?